Stubenreinheit

Jeder Hund, ob groß oder klein, jung oder alt hat das instinktive Bedürfnis die Plätze, an denen er schläft, frisst, wohnt und spielt, sauber zu halten.
Der Welpe lernt dies ab dem Zeitpunkt des Zufütterns, ab dem seine Mutter die Hinterlassenschaften nicht mehr aufputzt. Er erweitert seinen Radius entsprechend seinen Fortbewegungsmöglichkeiten und eine Geschwisterschar im Alter von acht Wochen weiss schon ganz genau, wohin sie sich im Welpenauslauf zu begeben hat um sich zu versäubern.
Wenn dieser „stubenreine“ Welpe jetzt bei seiner neuen Familie einzieht, weiss er erst einmal gar nichts mehr, denn alles sieht anders aus und riecht anders (auch ein erwachsener Hund hat bei einem Wechsel große Schwierigkeiten).
Die Aufgabe der neuen Besitzer ist es jetzt, den Welpen genau zu beobachten und ihm zu zeigen, wo es lang geht.
Ein Welpe „muss“ prinzipiell, wenn er aufwacht, wenn er gefressen hat und während des Spielens. Er zeigt sein Bedürfnis auch an, aber nur sehr kurz und noch nicht so ausgeprägt wie ein erwachsener Hund und dann muss alles ganz schnell gehen. Helfen Sie dem kleinen Hund, indem Sie mit ihm immer zur gleichen Türe rausgehen und selten oder nie genutzte Räume verschlossen halten.
Sollten Sie doch einmal unaufmerksam gewesen sein und ein Unglück bahnt sich an, heben Sie den Welpen hoch und tragen Sie ihn an seinen gewohnten Platz. Bitte keinesfalls schimpfen, sondern warten, bis noch eine Kleinigkeit kommt und dann genauso loben wie auch sonst. Sollte er aber laufend kleine Mengen Urin absetzen, spricht das für eine Blasenentzündung und der Gang zum Tierarzt ist unbedingt und sofort angesagt. Das Gleiche gilt natürlich für Durchfall.
Seinen Instinkt hat der Welpe behalten und lernfähig in höchstem Maße ist er auch. Geben Sie ihm die Möglichkeiten und Sie haben sofort oder spätestens nach ein paar Tagen einen stubenreinen Hund bei sich zuhause.

Ulrike Stickel
Welpenvermittlung


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